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Der Franklin-Brunnen, auch bekannt als Franklins Fontaine, ist ein unterhaltsames physikalisches Experiment, das demonstriert, wie die Ausdehnung von Luft und der Luftdruck einen spektakulären Effekt von Ansaugung und Ausstoß von gefärbtem Wasser erzeugen können. In zwei Worten: Wasser scheint „zu kochen“ und zu sprudeln, während es in Wirklichkeit nicht erhitzt wird. Schauen wir uns im Detail an, wie es funktioniert, seine wissenschaftliche Erklärung und seine pädagogischen Anwendungen.
Was ist der Franklin-Brunnen?
Erfunden von Benjamin Franklin, der berühmt ist für seine Experimente zur Elektrizität und Fluiden, ist der Franklin-Brunnen ein einfaches wissenschaftliches Experiment, das dazu dient, die Gesetze des Drucks und der Luftausdehnung zu veranschaulichen.
- Gerät: ein Glasballon, der teilweise mit gefärbtem Wasser gefüllt ist, verbunden durch ein Rohr mit einem Wasserbehälter.
- Beobachtung: Wenn man den Ballon sanft erhitzt, scheint das Wasser „zu kochen“ und durch Wechsel zu sprudeln.
- Ziel: Visuell zu zeigen, wie die Temperaturänderung auf die Luft und somit auf das umgebende Wasser wirkt.
Franklins Siedekolben
CHF 12.99Prinzip des Franklin-Brunnens
Die Rolle des Luftdrucks
Der Luftdruck übt eine Kraft auf jede Oberfläche aus. Im Experiment drückt er das Wasser nach innen oder außen aus dem Ballon, abhängig von den Luftveränderungen. Ohne diesen Druck wäre keine Wasserbewegung möglich.
Die Ausdehnung der Luft
Wenn man die Luft im Ballon erhitzt:
- Die Luft dehnt sich aus und drängt einen Teil des Wassers heraus.
- Wenn sie sich abkühlt, zieht sie sich zusammen und saugt das Wasser durch das Rohr an.
Diese Wechselwirkung erzeugt den überraschenden visuellen Effekt.
Der „Fontänen“-Effekt
Bei jedem Zyklus wird das Wasser abwechselnd ausgestoßen und angesogen, was den Eindruck einer kleinen sprudelnden Fontäne erweckt. Der Name „brühend“ ist irreführend: In Wirklichkeit erreicht das Wasser nicht den Siedepunkt, es ist einfach die Luft, die wie ein unsichtbarer Kolben wirkt.
Detaillierte wissenschaftliche Erklärung
Das Experiment beruht auf den grundlegenden Gesetzen der Gase und der Thermodynamik:
- Erwärmung: Die Luft im Ballon dehnt sich aus → sie drückt das Wasser nach außen.
- Abkühlung: Die Luft zieht sich zusammen → das Wasser wird in den Ballon gesogen.
- Zyklus: Das Phänomen wiederholt sich, solange man Wärme und Kälte abwechselnd anwendet.
Beteiligte physikalische Gesetze:
- Gesetz der idealen Gase (PV = nRT).
- Prinzipien der Thermodynamik.
- Luftdruck als regulierende Kraft.
Vorsicht: Dies ist kein echtes Kochen. Die Verwirrung entsteht durch die Bewegung des gefärbten Wassers, die das Brodeln imitiert.
Praktisches Experiment mit dem Franklin-Brunnen

Benötigtes Material
- Ein hitzebeständiger Glasballon.
- Gefärbtes Wasser (um die Bewegung sichtbar zu machen).
- Ein Glas- oder Kunststoffrohr.
- Eine sanfte Wärmequelle (Kerze, niedrige Heizplatte).
Sicherheit: Glas vorsichtig handhaben, zu nahe Flammen vermeiden und das Experiment beaufsichtigen, wenn es mit Kindern durchgeführt wird.
Durchführungsschritte
- Den Ballon teilweise mit gefärbtem Wasser füllen.
- Das Rohr so platzieren, dass es den Ballon mit dem Wasserbehälter verbindet.
- Den Ballon sanft erhitzen → die Wasserexpulsion beobachten.
- Abkühlen lassen → die Wassersaugung beobachten.
Um gut zu beobachten, verwenden Sie gefärbtes Wasser, um das Phänomen visuell beeindruckender zu gestalten.
Pädagogische Anwendungen
Der Franklin-Brunnen ist ein leistungsstarkes Lehrmittel:
- Im Klassenzimmer: die Ausdehnung von Gasen und den Luftdruck veranschaulichen.
- In der Popularisierung: komplexe physikalische Gesetze verständlich machen.
- Mit Kindern: wissenschaftliche Neugier durch ein visuelles und unterhaltsames Experiment wecken.
| Aspekt | Was wir beobachten | Wissenschaftliche Erklärung |
|---|---|---|
| Wasserexpulsion | Das Wasser sprudelt aus dem Ballon | Ausdehnung der Luft, die die Flüssigkeit verdrängt |
| Wasseransaugung | Das Wasser steigt in den Ballon | Kontraktion der Luft, die ein Vakuum erzeugt |
| Wiederholter Zyklus | Brunnen-Effekt | Wechsel zwischen Druck und Vakuum |
Weitere verwandte Experimente
Der Franklin-Brunnen ist nicht isoliert: Er gehört zu einer langen Tradition von unterhaltsamen Experimenten in der Physik:
- Der Tauchender Enten: beruht ebenfalls auf Luftdruck und Volumenveränderungen.
- Die Magdeburger Halbkugeln: Demonstration der Kraft des Luftdrucks.
- Weitere Franklin-Experimente: insbesondere seine berühmten Arbeiten über Elektrizität mit dem Drachen und dem Blitz.
Schnelle FAQ
Ist es gefährlich?
Nein, wenn das Experiment beaufsichtigt und mit sanfter Wärme durchgeführt wird. Das Hauptgefahr kommt vom erhitzten Glas.
Warum spricht man von „brühend“?
Weil das gefärbte Wasser durch seine Bewegung das Kochen imitiert, aber es gibt kein echtes Kochen.
Kann man es zu Hause durchführen?
Ja, mit dem richtigen Material und Vorsichtsmaßnahmen. Es ist ein ideales Experiment, um die Wissenschaft in der Familie zu verstehen.
Fazit
Der Franklin-Brunnen ist ein einfaches, aber faszinierendes Experiment, das den Luftdruck und die Ausdehnung von Gasen kombiniert, um einen beeindruckenden visuellen Effekt zu erzeugen. Es veranschaulicht perfekt die Schönheit der zugänglichen Physik und bleibt ein unverzichtbares Lehrmittel, um die Neugier von Jung und Alt zu wecken, genau wie der Stirling-Motor oder das Newton Pendel.