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Das Crookes-Radiometer ist ein faszinierendes wissenschaftliches Instrument: eine einfache Glasampulle mit schwarzen und weißen Flügeln, die sich durch Licht drehen. Im Gegensatz zu dem, was oft geglaubt wird, ist es nicht der Druck der Photonen, der es drehen lässt, sondern ein subtiler thermischer Effekt, der mit dem teilweise Vakuum im Inneren verbunden ist. Sowohl als physikalische Demonstration als auch als dekoratives Objekt genutzt, zieht es sowohl Liebhaber als auch Neugierige an. Lassen Sie uns gemeinsam seine Geschichte, seine Funktionsweise und einfache Experimente entdecken, die man durchführen kann.
- Was ist das? Mini-Instrument aus Glas, bei dem sich schwarze/weiße Flügel im Licht drehen.
- Warum dreht es sich? Thermischer Effekt (thermische Verdampfung in einem rarifizierten Gas), nicht der reine Strahlungsdruck.
- Wozu dient es? Visuelle Demonstration der Umwandlung von Licht in Bewegung, dekoratives und edukatives Objekt.
- Für wen? Neugierige, Lehrer, Eltern, Physikliebhaber und Sammler wissenschaftlicher Objekte.
Definition & Anatomie
Crookes Radiometer Design
CHF 36.99Crookes Radiometer aus Glas
CHF 32.99Wetter-Radiometer
CHF 36.99Solarradiometer
CHF 32.99Ein Crookes-Radiometer besteht aus einer vakuumversiegelten Ampulle. Im Inneren ist ein Rotor auf einem nahezu reibungslosen Drehpunkt montiert. Dieser Rotor trägt vier Flügel, deren eine Seite schwarz und die andere weiß ist. Wenn Licht das Instrument beleuchtet, beginnen sich die Flügel zu drehen.
Mentales Schema: Ampulle → Stange → Rotor mit Flügeln → Halter/Drehpunkt.
Varianten: Es gibt verschiedene Modelle je nach Größe der Ampulle, der Glasoberfläche (klar oder getönten) und dem Material des Sockels (Holz, Metall).
Ein bisschen Geschichte
Erfunden zwischen 1873 und 1879 von William Crookes, wurde das Radiometer zunächst als Beweis für den von der elektomagnetischen Theorie von Maxwell vorhergesagten Strahlungsdruck interpretiert. Doch bald tauchten wissenschaftliche Debatten auf.
Die Experimente von Reynolds, Knudsen und sogar Einstein zeigten, dass die korrekte Erklärung im thermischen Verdampfen eines rarifizierten Gases lag, einem Phänomen, das zu jener Zeit noch wenig bekannt war.
Die Physik hinter der Magie ✨
Betriebsbedingungen
- Partielles Vakuum: unerlässlich für asymmetrische molekulare Kollisionen.
- Energiequelle: Sonnenlicht, Glühlampe, Infrarotstrahlung oder jede Wärmequelle.
Hauptmechanismus (heute anerkannt)
Die schwarze Seite absorbiert mehr Licht und wird heißer als die weiße Seite. Dieser Unterschied erzeugt einen Temperaturgradienten entlang der Ränder der Flügel. Die Gasmoleküle, die mit diesen Zonen interagieren, erzeugen eine Kraft, die als thermische Verdampfung bezeichnet wird, was zur Rotation des Rotors führt.
Die Rotation stoppt, wenn sich die Temperaturen ausgleichen und die Reibung des Drehpunkts die Energie dissipiert.
Mythen, die korrigiert werden sollten
- Mythos: „Es ist das Licht, das die Flügel schiebt“ → in diesem Kontext falsch.
- Wahr: Strahlungsdruck existiert, aber sein Effekt ist im Vergleich zu den thermischen Kräften vernachlässigbar.
Einfache Experimente zum Ausführen (Sicherheit & Schritt-für-Schritt)

1) Lichtintensitätskurve → Geschwindigkeit
Platzieren Sie eine Lampe in unterschiedlichen Abständen und messen Sie die Umdrehungen pro Minute. Vergleichen Sie mit der direkten Sonneneinstrahlung.
2) Farbsfilter
Benutzen Sie rote, blaue, grüne Filter: Jede Farbe wird unterschiedlich absorbiert, was die Drehgeschwindigkeit verändert.
3) Heißquelle Effekt
Platzieren Sie eine Halogenlampe oder eine Infrarotquelle. Die Flügel reagieren sogar ohne stark sichtbares Licht.
4) Schattenwurf
Decken Sie einen Teil der Flügel ab: Sie werden einen Rückgang oder sogar eine Umkehr der Geschwindigkeit beobachten.
5) Umgebungstemperatur & Konvektion
Testen Sie in einem kalten oder warmen Raum. Achten Sie darauf, Zugluft zu isolieren, die das Experiment verfälschen könnte.
⚠️ Sicherheitsrahmen: Immer am Sockel anfassen. Stellen Sie die Ampulle nicht direkt in die Sonne und dann in eine kalte Umgebung (Rissgefahr). Lassen Sie Kinder unter 6 Jahren das Objekt nicht anfassen.
Anwendungen & pädagogisches Interesse
Das Radiometer bietet eine einzigartige Visualisierung: Es macht die Umwandlung von Lichtenergie in mechanische Bewegung sichtbar, eine faszinierende Erfahrung, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Über seine spektakuläre Erscheinung hinaus dient es als konkretes Hilfsmittel, um oft abstrakte Konzepte wie Wärmeübertragung, das Verhalten von rarifizierten Gasen oder Temperaturgradienten zu behandeln.
Ob während Demonstrationen im Unterricht, ausgestellt in einem wissenschaftlichen Museum oder einfach als dekoratives Objekt, es ist auch ein ideales STEM-Geschenk, um die Neugier und den Wunsch zu wecken, die Wissenschaft zu erkunden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum sind die schwarzen Flügel auf der „angetriebenen“ Seite?
Weil die schwarze Fläche mehr Wärme absorbiert und einen Wärmefluss erzeugt, der die Flügel nach vorne drückt.
Funktioniert es bei kaltem Licht (LED)?
Ja, aber die Drehung ist schwächer, da LEDs wenig Infrarotstrahlung abgeben, was zu weniger Erwärmung führt.
Kann man es öffnen oder das Vakuum nachfüllen?
Nein, die Ampulle ist hermetisch verschlossen. Wenn das Vakuum sich verschlechtert, wird das Objekt weniger reaktiv.
Ist es gefährlich in direkter Sonne?
Nein, aber vermeiden Sie eine längere Exposition: Das Glas kann überhitzen und brechen.
Wie lange hält es?
Ein qualitativ hochwertiges Radiometer kann mehrere Jahrzehnte funktionieren, solange die Ampulle intakt bleibt.
Das Crookes-Radiometer ist nicht nur ein schönes Objekt, sondern eine wahre Physiklektion, die in einer Ampulle kondensiert ist. Ob um die Neugier von Kindern zu wecken, thermodynamische Gesetze im Unterricht zu veranschaulichen oder einfach einen Schreibtisch zu dekorieren, es bleibt ein zeitloses Instrument, das Wissenschaft und Ästhetik verbindet.